Einsam




  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    velvet-leaves

   
    anderswo.ist.nirgendwo

   
    monasgedanken

    - mehr Freunde


Letztes Feedback
   4.03.17 13:53
    Wirklich sehr motivieren
   22.03.17 23:07
    Auch wenn ich all den Fe
   26.03.17 18:31
    Hallo Nena, ich weiß ni
   26.03.17 19:56
    Spanneder Text, der mein
   29.03.17 20:42
    Deshalb hat Judith Butle
   10.05.17 12:27
    Auch wenn eine WG vielle




http://myblog.de/dr0p

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Alt werden

Ich will nicht alt werden. Es gibt diesen Punkt an dem man nicht mehr produktiv sein kann. Wenn ich diesen Punkt überschritten habe, buche ich eine Kreuzfahrt und werde mitten auf dem Ozean eine Packung Schlaftabletten schlucken, Gewichte nehmen und ins Meer springen. Sollte mich bis dahin eine bestimmte Person aufregen (vielleicht sogar immer noch die Gleiche), schreib ich einfach nur aus Gehässigkeit einen Abschiedsbrief in dem ich ihr die Schuld gebe.

Ich will nicht, dass mir irgendjemand hinterher trauert oder Geld verschwendet um meine zurückgelassenen Proteine (meinen Körper) in den Dreck zu werfen. Hab mein Requiem komponiert als musikalischen Abschiedsbrief an alle die mir etwas bedeuten. Kochanie gehört sogar ein gesamter Satz.

Ich habe verschiedene Pläne für die Zukunft....sogar Altersvorsorge habe ich getroffen...Warum? Weil ich irgendwie den Verdacht habe doch alt zu werden. Das ist nämlich das Problem. Ich bin schon so oft fast gestorben und habe geistig schon den Tod umarmt und bin dennoch hier. Ich wünschte, ich würde ans Schicksal glauben, damit ich in meinem Martyrium einen Sinn sehen kann. Ich werde vermutlich 120 und dementsprechend noch knapp zehn Dekade Leid auf mich bürden....durchzogen von goldenen Fäden Glück die zu kurz, zu dünn, zu schwach sind um das schwarze Geflecht des Leidens zu verändern. Sie geben meinem Leben nur genug Zusammenhalt um nicht aufzugehen und ein derart schönes Muster, dass ich manchmal weinen könnt. Manchmal glaube ich, schon zu viel gelebt zu haben für zu wenig Zeit die ich bereits verbracht habe. Dabei ist mein Leben nur eine bloße monotone Abfolge á la labora et somnum... Arbeit und Schlaf...

Ich brauche eine Frau an meiner Seite, denn ohne einen emotionalen Partner bin ich bloß eine traurige Maschine, die funktioniert, bis sie sich ins Meer stürzt und nie wieder auftaucht.

Und will ich als so etwas wirklich 120 Jahre durchhalten müssen? Nein.

Diesen Text habe ich mit einer Hand geschrieben. Nicht mal diese Einschränkung hält mich am roten Faden meines Titels.
19.1.17 19:02
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung